Nachruf

Gerade haben wir erfahren, dass unser Freund und Widerstands-Kollege Sebastian Schetter schon vor Wochen völlig unerwartet gestorben ist. Viel zu früh! Er hatte noch so viel Leben vor sich.

Sebastian zu treffen war eines der schönen, leichten Dinge, die einem so am Tag passieren konnten. Er war so spontan, hatte immer fünf Ideen gleichzeitig. Was haben wir gelacht, gestritten und wieder gelacht, politische Diskussionen geführt, Pläne geschmiedet, was haben wir alles zusammen auf die Beine gebracht.

Sebastian gab den Anstoß zu unseren Regio-Flyern, die wir dann gemeinsam in nächtelanger Arbeit produzierten. Natürlich ist er mit uns zum Verteilen aufs Land gefahren, hat uns angetrieben „komm, da drüben noch“ – und jeden, den er unterwegs traf, mit seiner offenen, sympathischen Art in ein Gespräch verwickelt.

Er hatte so viele Ideen, subversive, lustige, vernünftige – halt alle Arten von Ideen, die man so haben kann. Er hatte so viel Humor. Und – er hatte so viele Pläne.

Als er ging sagte er, er wolle sich jetzt auf seine Doktorarbeit konzentrieren. Mancher von uns hatte das Gefühl, wir waren ihm einfach zu langsam geworden. Heute wünschen wir uns, das wäre der wirkliche Grund gewesen, warum wir nichts mehr von ihm hörten.

Sebastian, jetzt wissen wir unwiderruflich, dass du nie wieder bei uns in der Türe stehen wirst, nie wieder „Hi, wie geht’s! Ich hab da ne Idee …“, nie wieder gemeinsam lachen. Du warst uns allen eine Bereicherung. Du fehlst uns.

Schön, dass wir dich kennen lernen durften, lieber Sebastian.

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